Herzlich Willkommen auf der Online-Präsenz des Greifenstein Projekts!

Streitlustige Raubritter sollen sie gewesen sein, grausam und böse und immer bereit die Bauern der nahen Dörfer zu schikanieren – so zumindest berichtet die regionale Sagenwelt bis heute über die einstigen Herren von Greifenstein. Doch was ist dran an diesen Überlieferungen? Wer waren diese ritterlichen Herrschaftsträger wirklich, die die Geschicke der Echaztalorte rund zwei Jahrhunderte lang maßgeblich prägten? Was veranlasste sie dazu ihre steinernen Burgen hoch über den Talrändern zu erbauen und welche Rolle kam ihnen in Bezug auf die geistlichen Strukturen als Sinnbilder mittelalterlicher Frömmigkeit zu? Wie interagierten sie im Alltag oder auch im Konfliktfall mit ihren adeligen und bürgerlichen Nachbarn, aber auch mit der bäuerlichen Bevölkerung der umliegenden Dörfer? Wie überhaupt lassen sich solche historischen Begebenheiten rekonstruieren und welche Erkenntnisse bietet uns neben der schriftlichen Überlieferung eigentlich die moderne Archäologie?

Diesen und zahlreichen weiteren Fragestellungen soll in den nächsten Jahren im Rahmen eines interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekts der Universität Tübingen in enger Kooperation mit verschiedenen lokalen Partnern nachgegangen werden. 

Entdecken Sie unter Aktuelles“ was es Neues gibt, lesen Sie unter Projekt“ vertiefende Hintergründe, oder erkunden Sie unter Publikationen“ die Ergebnisse der bisherigen Forschungsarbeit. Vielleicht möchten Sie auch über unseren Newsletter informiert bleiben oder Sie möchten das Projekt fördern?

Auf dieser Website laden wir zum aktiven „Miterleben“ unseres Projekts ein und informieren stets über aktuelle und neue Entwicklungen.

Veranstaltungen

Warum entstanden Burgen gerade an bestimmten Orten? Welche Rolle spielten Täler, Höhenzüge und Verkehrswege für den Burgenbau im Landkreis Reutlingen? Und wie prägten soziale, politische und kulturelle Rahmenbedingungen das Leben auf und um die Burgen?

Diesen und vielen weiteren Fragen geht Dr. Michael Kienzle in seiner Dissertation „Burg und Kulturlandschaft“ nach. Für diese interdisziplinär angelegte und innovativ arbeitende Studie zur Regionalgeschichte wird er mit dem Kreisgeschichtspreis des Landkreis Reutlingen ausgezeichnet.

Herzliche Einladung zur feierlichen Verleihung mit anschließendem Burgenvortrag

Zur Preisverleihung am Montag, 19. Januar 2026, um 18:30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamts Reutlingen, Bismarckstraße 47 in 72764 Reutlingen, lädt das Kreisarchiv herzlich ein. Im Anschluss an die Preisverleihung hält der Preisträger einen anschaulichen und reich bebilderten Vortrag zu Burgen und Kulturlandschaften im Mittelalter. Dabei verbindet er archäologische Forschung mit spannenden Einblicken in die Geschichte der Region.

Weitere Informationen unter: Kultur-machen.de

„Lebendiges Mittelalter“ im Echaztal!

Am Wochenende 13. / 14. Juni 2026 findet unsere Living-History-Veranstaltungsreihe „Lebendiges Mittelalter“ zum zweiten Mal im Echaztalraum statt. Weitere Infos folgen in Kürze. Es wird wieder einiges geboten sein, man darf gespannt sein!

Ein paar Eindrücke vom letzten Mal gibt’s hier: Lebendiges Mittelalter | Schlösslespark Pfullingen 2024

Vergangenes:

Vortrag:

Dr. Michael Kienzle

„Burgenarchäologie und Adelskultur am Nordrand der Schwäbischen Alb“   

Samstag, 14. Juni 2025 um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Salzstadel Tübingen, Madergasse 7

Weitere Informationen unter: Förderverein Schwäbischer Dialekt e.V.

Ausstellungseröffnung am 24. Juli 2025, um 19 Uhr im Schloss Hohentübingen

Weitere Informationen unter: Ausgegraben! – MUT Tübingen

Ausstellung:

„Ausgegraben! Ritter und Burgen im Echaztal“   

Zum zweiten Mal wird die Sonderausstellung zu den archäologischen Ausgrabungen auf Burg Stahleck gezeigt, dieses Mal im Museum der Universität Tübingen vom 25. Juli bis zum 2. November 2025 auf Schloss Hohentübingen!

Weitere Informationen unter: Ausgegraben! – MUT Tübingen

Vernissage am 24. Juli 2025, um 19 Uhr im Schloss Hohentübingen

Museumsveranstaltung

Tag der lebendigen Geschichte – Eine archäologische Zeitreise durch die Jahrhunderte

06. und 07. September 2025

Schloss Hohentübingen

Am 6. und 7. September lädt das Museum der Universität Tübingen gemeinsam mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters zum zweiten Mal zu einer archäologischen Zeitreise durch die Jahrhunderte ein. Von der Steinzeit, den Kelten und Römern, über das Mittelalter und bis in die Frühe Neuzeit hinein zeigen ausgewählte Darstellergruppen Einblicke in das Leben und den Alltag vergangener Epoche und liefern fundierte und spannende Einblicke in eine „lebendige Vergangenheit“ zum Anfassen und Erleben für Jung und Alt.

Vertreten ist unter anderem das Living History Projekt „Grifenstain 1270“, welches fundierte Einblicke in die Alltagskultur bietet, wie sie auf den Greifensteiner Burgen im späten 13. Jahrhundert ausgesehen haben könnte. Im Schlosshof wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Weitere Informationen unter:

Tag der lebendigen Geschichte 2025 – MUT Tübingen

zeitreise-neckar-alb.de

Vortrag

Dr. Michael Kienzle

„Alte Sagen und neue Forschungen zum Burgstein bei Holzelfingen“  

Der Sage nach soll auf dem Burgstein bei Holzelfingen eine Burg der Herren von Greifenstein gestanden haben. Eindeutige Spuren der umstrittenen Anlage waren bislang aber nicht bekannt. Jüngst konnten archäologische Forschungen nun eindeutige Nachweise für einen mittelalterlichen Adelssitz auf dem Burgstein liefern. Ein besonderes Highlight war dabei der Fund mehrerer mittelalterlicher Spielfiguren, die einen Einblick in die ritterliche-höfische Kultur des Hochmittelalters im oberen Echaztal bieten.

Freitag, 26. September 2025 um 19:00 Uhr

Römerstraße 21, Holzelfingen

Weitere Informationen unter: Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein e.V.

Vortrag

Prof. Dr. Sigrid Hirbodian

„Die Klarissen des Pfullinger Klosters und Ihre Lebensbedingungen“  

Der Vortrag befasst sich mit den Klarissen des Kloster Pfullingen und ihren Lebensbedingungen. Dabei steht die konkrete Ausprägung der Ordensgeschichte im Kloster Pfullingen im Mittelpunkt bspw. bei der Auslegung der Ordensregel, beim Eintritt der Frauen in das Kloster oder beim Kontakt zu ihren Herkunftsfamilien. Besonderes Augenmerk wird auf den Handlungsmöglichkeiten der Frauen selbst liegen, etwa bei der Frage, ob der Klostereintritt frei willig oder auf Veranlassung der Familie erfolgte, welche Möglichkeiten die Frauen selbst hatten, ihre Lebensbedingungen zu beeinflussen etwa im Zusammenhang mit der Einführung der strengen Regelobservanz im 15. Jahr hundert oder bei der Verwaltung ihrer Güter.

Dienstag, 30. September 2025 um 19:00 Uhr

Kulturhaus Klosterkirche, Pfullingen

Weitere Informationen unter: Geschichtsverein Pfullingen e.V.

Vortrag

Dr. Erwin Frauenknecht

„Reichskrieg 1311 – aus der Sicht der Reichsstädte“  

Dienstag, 14. Oktober 2025 um 19:00 Uhr

VHS Reutlingen

Vortragsabend:

Dr. Michael Kienzle, Dr. Christian Kübler

Vortragsabend zum frühen Pfullichgau und zum Reichskrieg im Jahr 1311 im oberen Echaztal

Mittwoch, 26. November 2025 um 19:00 Uhr

Kulturhaus Klosterkirche, Pfullingen

Weitere Informationen unter: Geschichtsverein Pfullingen e.V.